Willkommen im
Landhaus Christine
Die Geschichte Dorndorfs
Dorndorfs Geschichte beginnt offiziell 772, zur Zeit Karl des Großen. Dorndorf, damals noch "Torndorph" geschrieben, wurde an das Kloster
Lorsch verschenkt.
Früher war Dorndorf ein Bauern - und Händlerdorf mit kleinem Stroh gedeckten Fachwerkhäusern. Während des 30 - jährigen
Krieges litt es sehr unter plündernden Soldaten verschiedener Nationen. Hunger und Pest wüteten. Ganze Dörfer starben aus. Fünf
Jahre war die Pest ständig im Lande, 1636 war sie am schlimmsten. Dorndorf starb bis auf eine Familie aus, die nach "Sleide", der heutigen
Schlaudermühle, zog. Es folgten viele Jahre bitterer Not.
1773 - 1775 wurde das Dorf von Wilhelm Ludwig, ledigen Standes von hier, siebenmal angesteckt und brannte das letzte Mal fast vollkommen nieder.
Der Täter beschloss sein Leben im Gefängnis zu Hadamar. Diese Brandschatzung versetzte die Bewohner erneut in bittere Armut. Das Dorf soll
zu dieser Zeit teilweise "Auf den Steinen" gestanden haben. Es dauerte viele Jahre, bis das Dorf sich wieder erholt hatte.
Später gingen die Männer dem Bauhandwerk und Handel nach. Viele mussten ihr Brot in der weiten Welt verdienen und waren oft lange von ihren
Familien fort. Einige Familien wanderten in die "Neue Welt" Amerika aus. An der Wende dieses Jahrhunderts zog mit dem Aufblühen der
Basaltindustrie ein bescheidener Wohlstand in das Dorf ein. 1890 wurde der Steinbruch "Nil" mit etwa 15 - 20 Mann eröffnet. Es gab einige
Fehlschläge und 1921 wurde mit etwa 50 Männern erneut begonnen. 1925/26 waren rund 300 Mann beschäftigt. Dadurch begann eine steile
Aufwärtsentwicklung in den Familien und in der Gemeinde. Eine 3 - klassige Volksschule wurde gebaut, der Bau einer Wasserleitung folgte. Ein
neues Pfarrhaus wurde errichtet, da Dorndorf nun einen eigenen Pfarrer bekam.
Der 1. Weltkrieg unterbrach jäh den Aufstieg. 31 junge Männer mussten in diesem grausigen Krieg ihr Leben lassen. Nach dem Krieg erhielt
die Gemeinde elektrisches Licht: Die nachfolgende Inflation und politische Wirren brachten den Niedergang der Wirtschaft. Nach einem erneuten
Aufblühen brach der Weltkrieg 1939 - 1945 aus. Am Ende des Krieges hatte unser Dorf 43 Gefallene und 11 Vermisste zu beklagen. Von Zerstörung
blieb das Dorf verschont. Dorndorf wurde von den Amerikanern besetzt. 1946 wurden ca. 240 Heimatvertriebene aufgenommen. Sie sind heute mit der
Dorfbevölkerung verwachsen. Die Armut war wieder eingekehrt und der Schwarzhandel blühte. So ging es nun schlecht und recht bis zur
Währungsreform 1948. Schnell setzte eine Belebung der Wirtschaft ein und auf breiter Front ein Strukturwandel.